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Von der Idee zur Umsetzung - MACHBARKEITSSTUDIE IN FRIEDRICHSHAFEN

Kann man das Karl-Maybach-Gymnasium aufstocken? Genau diese Frage beantworten wir gerade!

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Friedrichshafen, Februar 2025 – Wachsende Schülerzahlen erfordern zusätzlichen Raum. Doch muss es immer ein Neubau sein? Für das Karl-Maybach-Gymnasium in Friedrichshafen untersuchen die Kuttruff Ingenieure derzeit, ob und wie das bestehende Schulgebäude aufgestockt werden kann. Die Machbarkeitsstudie soll klären, ob die vorhandene Konstruktion statisch für ein zusätzliches Geschoss geeignet ist.

Aufstocken statt Neubau - Der nachhaltige Weg

Bevor in Neubauten investiert wird, lohnt sich der Blick auf vorhandene Strukturen. Aufstockungen bieten zahlreiche Vorteile gegenüber Neubauten: Sie sparen Grundstücksfläche, nutzen vorhandene Infrastruktur und reduzieren den CO₂-Fußabdruck erheblich. Die bereits im Bestandsgebäude gespeicherte graue Energie bleibt erhalten, anstatt durch Abriss verloren zu gehen.

"Bauen im Bestand ist aktiver Klimaschutz", erklärt das Team von Kuttruff Ingenieure. "Jede Tonne Beton, die nicht neu produziert werden muss, spart CO₂-Emissionen. Unsere Aufgabe ist es, die Potenziale bestehender Konstruktionen zu erkennen und optimal zu nutzen."

Umfassende statische Analyse

Im Rahmen der Machbarkeitsstudie für das Karl-Maybach-Gymnasium führen die Ingenieure eine detaillierte Untersuchung durch:

  1. Bestandsaufnahme der Konstruktion Zunächst wird die vorhandene Tragwerksstruktur genau erfasst. Welche Bauweise wurde gewählt? Wie sind Stützen, Wände und Decken dimensioniert? Welche Materialien wurden verbaut? Diese Grundlagenermittlung ist essentiell für alle weiteren Berechnungen.
  2. Analyse der Tragfähigkeitsreserven Jede Konstruktion wird mit Sicherheitsreserven geplant. Die entscheidende Frage lautet: Reichen diese Reserven aus, um zusätzliche Lasten durch ein weiteres Geschoss zu tragen? Die Ingenieure berechnen die vorhandenen Kapazitäten von Fundamenten, Stützen, Wänden und Decken.
  3. Berechnung der Zusatzlasten Ein zusätzliches Geschoss bedeutet neue Lasten: Eigengewicht der Konstruktion, Ausbaulasten, Nutzlasten durch Klassenräume und Flure, sowie Schnee- und Windlasten auf dem neuen Dach. Diese müssen präzise ermittelt und mit den vorhandenen Kapazitäten abgeglichen werden.
  4. Entwicklung von Verstärkungskonzepten Falls die bestehende Konstruktion nicht ausreicht, entwickeln die Ingenieure Konzepte zur gezielten Verstärkung. Moderne Methoden wie Carbonfaserbewehrung, zusätzliche Stahlträger oder neue Stützen können Tragfähigkeiten erhöhen, ohne massiv in die Bausubstanz einzugreifen.
  5. Wirtschaftlichkeitsbetrachtung Neben der technischen Machbarkeit ist die ökonomische Perspektive entscheidend. Die Studie bewertet, ob eine Aufstockung wirtschaftlicher ist als ein Neubau oder Anbau. Dabei fließen Baukosten, Nutzungsunterbrechungen und Lebenszykluskosten in die Betrachtung ein.

Besonderheiten bei Schulgebäuden

Schulgebäude stellen besondere Anforderungen an die Tragwerksplanung. Die Nutzlasten für Klassenräume, Versammlungsräume und Flure sind in den Normen genau definiert. Brandschutzanforderungen, Fluchtwege und die Integration technischer Gebäudeausrüstung müssen bei einer Aufstockung mitgedacht werden.

Zudem muss der laufende Schulbetrieb während der Untersuchungen und einer möglichen späteren Umsetzung weitestgehend aufrechterhalten bleiben. Die Machbarkeitsstudie berücksichtigt daher auch Fragen der Baulogistik und Bauablaufplanung.

Nachhaltigkeit durch intelligente Bestandsnutzung

Das Projekt am Karl-Maybach-Gymnasium ist exemplarisch für einen Paradigmenwechsel im Bauwesen. Statt reflexartig Neubauten zu planen, rückt die intelligente Nutzung und Weiterentwicklung von Bestandsgebäuden in den Fokus.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Flächenschonung: Keine zusätzliche Versiegelung von Grundstücken
  • CO₂-Reduktion: Erhalt der grauen Energie im Bestand
  • Kosteneffizienz: Nutzung vorhandener Infrastruktur und Erschließung
  • Zeitersparnis: Oft schnellere Realisierung als Neubau
  • Ressourcenschonung: Minimaler Materialeinsatz

Von der Studie zur Umsetzung

Die Machbarkeitsstudie ist der erste Schritt eines möglichen Bauprojekts. Ihre Ergebnisse bilden die Entscheidungsgrundlage für den Bauherrn: Ist eine Aufstockung technisch möglich? Welche Maßnahmen wären erforderlich? Welche Kosten entstehen?

Fällt die Entscheidung für eine Aufstockung, folgen als nächste Schritte die Entwurfs- und Genehmigungsplanung sowie die Ausführungsplanung. Dabei werden die in der Machbarkeitsstudie entwickelten Konzepte konkretisiert und bis zur Baureife ausgearbeitet.

Expertise für komplexe Bestandsprojekte

Projekte im Bestand erfordern besondere Kompetenz. Anders als bei Neubauten müssen Ingenieure mit Unwägbarkeiten umgehen: Nicht immer sind vollständige Bestandsunterlagen vorhanden, manchmal überraschen Konstruktionen bei der Begehung, historische Baumethoden müssen verstanden werden. Kuttruff Ingenieure bringt diese Expertise mit – verstärkt durch die Qualifikation als Tragwerksplaner im Denkmal (Fachliste 14A). Der sensible Umgang mit bestehender Bausubstanz, die Bewertung historischer Konstruktionen und die Entwicklung behutsamer Ertüchtigungskonzepte gehören zum täglichen Handwerk.

Regionale Bedeutung

Das Karl-Maybach-Gymnasium ist eine wichtige Bildungseinrichtung in Friedrichshafen. Die Machbarkeitsstudie könnte den Weg ebnen für eine zukunftsfähige Erweiterung, die modernen pädagogischen Anforderungen gerecht wird und gleichzeitig nachhaltig mit Ressourcen umgeht. Als regionales Ingenieurbüro freut sich Kuttruff Ingenieure, zur Entwicklung der Bildungsinfrastruktur in der Bodenseeregion beizutragen. Die Kombination aus technischer Expertise, Nachhaltigkeitsorientierung und regionalem Verständnis macht solche Projekte möglich.

Ausblick

Die Machbarkeitsstudie für das Karl-Maybach-Gymnasium wird in den kommenden Wochen abgeschlossen. Die Ergebnisse werden dem Auftraggeber präsentiert und bilden die Grundlage für weitere Planungsschritte."Wir sind gespannt auf die Ergebnisse und freuen uns, wenn wir durch unsere Arbeit dazu beitragen können, dass nachhaltiges Bauen im Bestand zur Selbstverständlichkeit wird", so das Team von Kuttruff Ingenieure.


Über Machbarkeitsstudien: Machbarkeitsstudien sind ein wichtiges Planungsinstrument im Bauwesen. Sie untersuchen technische, wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen eines Projekts, bevor größere Investitionen getätigt werden. Bei Bestandsgebäuden sind sie besonders wertvoll, um Potenziale zu erkennen und Risiken frühzeitig zu bewerten.

Kontakt für Machbarkeitsstudien: Sie planen eine Aufstockung, Sanierung oder Umnutzung eines Bestandsgebäudes? Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Beratung zu Ihrem Projekt.

Kuttruff Ingenieure GmbH & Co. KG
Herr Oliver Kuttruff
Gartenstraße 10
88212 Ravensburg
Tel. 0751/361419-00
www.kuttruff-ingenieure.de